"Lokales Projekt": Unterstützung der Stadtbücherei Bad Honnef

Foto: Stadt Bad Honnef

(Das Bild ist aufgenommen worden im Anschluss an einen der zahlreichen BibFit - Kurse, die die Leiterin der Stadtbücherei, Frau Eichhorn jährlich für Kindergartengruppen durchführt.)

Der LIONS Club unterstützt die Stadtbücherei Bad Honnef seit November 2017 jährlich mit einem beträchtlichen Geldbetrag. Diese Mittel helfen der Stadtbücherei, unter anderem ihr Angebot im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur auszubauen.

Die gute, produktive Zusammenarbeit zwischen den LIONS und der Stadtbücherei zeigte sich zuletzt auch 2018 auf dem Weihnachtsmarkt in Rhöndorf, wo der Förderverein der Stadtbücherei auf Initiative der LIONS einen Bücherflohmarkt aufgebaut hatte – mit erfreulichen Erlösen zugunsten der Büchereikasse.

"Internationales Projekt": Ruanda

Wir unterstützen seit mehreren Jahren ein Projekt in Ruanda:  

Die Gemeinde der Batwa (einer historisch marginalisierten Volksgruppe neben den aufgrund des Genozids bekannten Gruppen Hutu und Tutsi) in Rwanda wurde von jeher von jeglichem Fortschritt ausgeschlossen, sodass ihr aufgrund einer besonderen Pfadabhängigkeit heute ebenfalls die Möglichkeiten zur Entwicklung fehlen. Dies geht aus kulturellen Gründen mit einer gesellschaftlichen Ausgrenzung einher. Erschwerend kommt hinzu, dass sie im Norden Ruandas zu Gunsten der Erweiterung eines Nationalparks für die Berggorillas aus ihren natürlichen Lebensbedingungen vertrieben wurden – ohne adäquate Entschädigungs- bzw. Eingliederungsmaßnahmen. Dies verstärkt die wahrgenommene Perspektivlosigkeit, was wiederum das Einstehen für die ihnen zustehenden Rechte erschwert. Ein Teufelskreis oder besser gesagt eine Abwärtsspirale.

Eine Handvoll engagierter Personen hat sich vor einigen Jahren bereits zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit den Batwa-Gemeinden an der Verbesserung dieser Situation zu arbeiten. Sie gestalten diesen Prozess partizipativ unter Beteiligung aller Betroffenen und setzen die Kraft vor allem in die heranwachsende Generation. Dies ist auch von der Elterngeneration gewünscht, da diese sich bereits in der Abwärtsspirale befinden, aus der sie eine zu geringe Chance des Aufstiegs sehen. Ein Programm aus mehreren Säulen (Ermöglichung des Schulbesuches, Hausaufgabenbetreuung, eine Mahlzeit am Tag sowie Ferienbetreuung zur sozialen Einbindung) ermöglicht den Kindern so trotz eines hoffnungslosen Elternhauses ein stabiles Umfeld sowie eine Chance am gesellschaftlichen, politischen sowie bürgerlichen Leben teilzuhaben. Die ersten Erfolge spiegeln sich bereits in den Schulnoten sowie dem Besuch der weiterführenden Schule einiger Kinder wieder.

Das umfangreiche Programm ist auf ein Minimum beschränkt, damit die Kinder nicht zu sehr aus ihrer gewöhnlichen Umgebung herausgerissen werden und so „den Boden unter ihren Füßen“ verlieren. Trotzdem müssen anfallende Kosten für Verpflegung, Schulmaterial, Schuluniform und Lehrer gedeckt werden. Das Programm ist dabei gestaffelt und geht auf die individuellen Möglichkeiten sowie Fähigkeiten ein.

Langfristig wollen die Schüler mit Hilfe einkommenschaffender Maßnahmen (ggf. gemeinsam mit den Eltern) und so als Ehemalige die Fortführung des Programmes finanzieren. Dies ist jedoch noch einige Jahre entfernt, da dieser Wandel aufgrund der Verknüpfung mit weiteren gesellschaftlichen, kulturellen sowie politischen Aspekten noch Zeit in Anspruch nehmen wird.